
Zahlen und Fakten
Produkt- und Markenpiraten verzichten auf Buchführung, der Schaden kann nur geschätzt werden. Die verlässlichste statistische Quelle für Deutschland sind die Zahlen des Zolls über den Wert der beschlagnahmten Produkte. Zudem gibt es Zahlen über die Beschlagnahme innerhalb der EU. Allerdings bilden sie nur die Spitze des Eisbergs ab.
Einige Zahlen im Überblick
Eine Studie der OECD schätzt den Warenwert der im Jahr 2005 gefälschten und grenzüberschreitenden gehandelten Produkte auf rund 200 Milliarden Dollar. Nicht berücksichtigt wurden jedoch gefälschte Produkte, die innerhalb eines Landes hergestellt und abgesetzt wurden, und Produkte, die im Internet gehandelt wurden. Daher könne die Gesamtsumme - so sagen die Verfasser der Studie - "mehrere hundert Milliarden" höher liegen. Die Internationale Handelskammer (ICC) beziffert den Warenwert, der weltweit mit gefälschten Produkten umgesetzt wird, auf 600 Milliarden Dollar.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) beziffert den Schaden allein für seine Branche auf 4,5 Mrd. Euro im Jahr.
Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft entfallen in Deutschland 70.000 Arbeitsplätze durch Produkt- und Markenpiraterie.
Nach einer Studie der Technischen Universität München waren 2006 bereits vier Fünftel aller Unternehmen in Deutschland von Produkt- und Markenpiraterie betroffen.
Die Zollverwaltungen in Europa haben im Jahr 2010 gefälschte Produkte im Wert von rund 1 Billionen Euro beschlagnahmt. Ein großer Anteil der Fälschungen kamen aus China und Hong Kong.
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Online-Berichtssystem
Als Teil der Initiative BASCAP hat die Internationale Handelskammer ein Online-Berichtssystem mit Berichten über kriminelle Handlungen bezüglich geistigen Eigentums geschaffen. Ein wöchentlicher Newsletter dokumentiert Verstöße gegen gewerbliche Schutzrechte: http://www.icc-ccs.co.uk/bascap/digest/Digest_full.htm
