Di 6.04.2010ICC fordert einen erfolgreichen ACTA-Abschluss
Die Internationale Handelskammer (ICC) fordert als branchenübergreifende Vertretung der Weltwirtschaft einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zum geplanten Anti-Piraterie-Abkommen ACTA.
Die Verhandlungen dauern seit fast zwei Jahren an, obwohl Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsplätze, Verbrauchersicherheit und Welthandel sich durch die Ausbreitung von Produkt- und Markenpiraterie weiterhin auf einem Höchststand befinden.
Als ACTA im Juni 2008 angekündigt worden war, wurde es weithin als ein geeignetes Mittel im Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie und zur Lösung von Problemen gesehen, die einer effektiven Durchsetzung von Schutzrechten in der Vergangenheit im Weg gestanden hatten.
"Es ist bedauerlich, dass die äußerst wichtige ACTA-Initiative Gegenstand von unbegründeten Spekulationen und übertriebenen Aussagen geworden ist - sowohl hinsichtlich ihrer Ziele als auch ihrem Inhalt", sagt Jeffrey Hardy, Koordinator der ICC-Anti-Piraterie Initiative „Business Action to Stop Counterfeiting and Piracy" (BASCAP).
"Sowohl Produktfälschungen als auch Raubkopien sind rapide zunehmende, globale Problemen, für deren Lösung größere internationale Entschlossenheit und Zusammenarbeit benötigt werden", fügt Hardy hinzu.
Eine aktuelle, von BASCAP herausgegebene Studie hat gezeigt, dass Produkt- und Markenpiraterie die G20-Staaten und Verbraucher rund 150 Milliarden Dollar kostet und weltweit jedes Jahr 2,5 Millionen Arbeitsplätze gefährdet. Es wird geschätzt, dass weltweit Waren im Wert von 700 Milliarden Dollar pro Jahr gefälscht werden.
Die Europäische Union und 37 Nationalregierungen sind an den Verhandlungen zu einem Abkommen beteiligt. „Wir unterstützen das ACTA-Abkommen und begrüßen einen fortdauernden Einsatz, der notwendig ist, um das Abkommen abzuschließen", sagt Hardy. „ACTA ist eine Initiative, die umfassende Unterstützung braucht".
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