Fr 21.01.2011Zoll vernichtet 2,6 Tonnen gefälschte Markenware
Mehr als 8.500 Textilien mit einem Handelswert von über 740.000 Euro, die am Grenzübergang Suben beschlagnahmt worden waren, wurden am Mittwoch in einer Müllverbrennungsanlage bei Burghausen unter Zollaufsicht vernichtet, berichtet das „Wochenblatt“ (Landkreis Passau) in der Ausgabe vom 21. Januar 2011.
Bereits im Dezember 2010 hätten Zöllner des Hauptzollamtes Landshut beim Zollamt Suben-Autobahn die Textilien, u.a. T-Shirts, Jacken und Sportanzüge, in einem aus der Türkei kommenden LKWs gefunden. Nach näherer Begutachtung der Kleidungsstücke und der Frachtpapiere sei schnell klar gewesen, dass hier keine Originale sondern vielmehr minderwertige Warenfälschungen transportiert wurden, meldet das Wochenblatt. Der Fälschungscharakter sei dann auch nach Kontaktaufnahme mit den Markeninhabern bestätigt worden.
Das Zollamt Suben-Autobahn biete Im- und Exporteuren die Möglichkeit, dort gewerbliche Warensendungen zollamtlich behandeln zu lassen. Im Rahmen dieser Warenabfertigungen hätten die Zöllner im Mai und Juni 2010 bereits gefälschte Textilien mit einem Handelswert von rund 644.000 Euro beschlagnahmt. Im November 2009 seien ihnen sogar Fälschungen mit einem Handelswert von über vier Millionen Euro ins Netz gegangen.
Markenpiraterie ist das illegale Verwenden von Zeichen, Markennamen und Logos, die von den Originalherstellern zur Kennzeichnung ihrer Produkte im Handel eingesetzt werden. Um die Wirtschaft vor Fälschern, die nachgeahmte Waren meist minderer Qualität in Umlauf bringen zu schützen, wird der Zoll in Verdachtsfällen auf Antrag der Inhaber von gewerblichen Schutzrechten tätig und verhindert so, dass Fälschungen auf den europäischen Markt gelangen.

