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Di 4.03.2008
CEOs fordern verstärkte Anti-Piraterie-Bemühungen

Anläßlich der Jahrestagung der Anti-Piraterie Initiative BASCAP der Internationalen Handelskammer (ICC) trafen sich in New York Unternehmenschefs und Regierungsvertreter aus aller Welt. Sie forderten einen verstärkten Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie und kündigten neue Maßnahmen seitens der Privatwirtschaft an.

Neben zahlreichen CEOs der BASCAP-Mitgliedsunternehmen wie General Electric, Sony, Vivendi, Sanofi-Aventis, Universal Music, Unilever, Mircosoft, Pfizer, LVMH und British American Tobacco nahmen auch Michel Danet, Generalsekretär der Weltzollorganisation, Michael Keplinger, Vize-Generaldirektor der WIPO und Susan Schwab, Handelsbeauftragte der amerikanischen Regierung, teil.

Die Privatwirtschaft begrüßte das im Oktober angekündigte Anti-Piraterie-Handelsabkommen ACTA: "Es ist ein positiver Schritt und sehr ermutigend, dass die USA, die Europäische Union, Japan und andere große Industriestaaten die Notwendigkeit eines multilateralen Abkommens erkannt haben, das die kritischen Punkten aufgreift", sagte Bob Wright, Stellvertretender Vorsitzender von General Electric und Co-Vorsitzender der ICC-Initiative BASCAP. "Nun ist wichtig, dass die Parteien den Schwung nutzen und zügig den nächsten Schritt tun, d.h. einen möglichen Ablauf für den Verhandlungsprozess zu entwickeln und ein ACTA-Rahmenabkommen zu entwerfen". Die Unternehmen erklärten die Bereitschaft, ihre Sicht und Expertise einzubringen, um das neue Engagement der Regierungen zu unterstützen. 

Auch forderten sie die G8-Länder auf, ihrer Führungsrolle gerecht zu werden und die eigenen IP-Systeme weiter zu verbessern. BASCAP möchte dafür auf nationaler Ebene entsprechende Initiativen der Privatwirtschaft anstoßen, die die Rahmenbedingungen analysieren, um Best-Practice-Beispiele sowie weiteres Verbesserungspotential herauszustellen. Startländer dafür sollen Kanada, Deutschland, Großbritannien, Russland, China und die Vereinigten Staaten sein. 

Außerdem kündigten die CEOs an, eine groß angelegte, globale Kampagne initiieren zu wollen, die sich direkt an die Verbraucher wendet. Diese Kampagne soll die Wahrnehmung für die massiven Gefahren erhöhen, die von Produkt- und Markenpiraterie ausgehen.

Der Generalsekretär der Weltzollorganisation, Michel Danet,  sagte laut Nachrichtenagentur afp, dass vor allem Länder wie Indien und China in den Kampf gegen Produktpiraterie einbezogen werden müssten. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking in diesem Sommer müsse die chinesische Führung weiter "sensibilisiert" werden.

Die Internationale Handelskammer hat als Vertretung der Weltwirtschaft 2004 die Initiative BASCAP (Business Action to Stop Counterfeiting and Piracy) gegründet. Diese zielt darauf ab, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Gefahren der Marken- und Produktpiraterie zu schärfen. Zudem drängt die Intiative auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit der Regierungen beim Kampf gegen Markenpiraterie.

Ausführliche Informationen: http://www.iccwbo.org/iccbjeca/index.html


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