Mo 19.04.2010VDMA-Studie 2010 zu Produktpiraterie
Der Schaden für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau durch Piraterie beträgt 6,4 Milliarden Euro jährlich. Knapp zwei Drittel der Unternehmen sind von Produkt- oder Markenpiraterie betroffen.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im März 2010 unter den VDMA Mitgliedsunternehmen. Der durchschnittliche relative Umsatzschaden stieg um acht Prozent gegenüber der letzten Umfrage von 2008. Ein Umsatz in der Schadenshöhe von 6,4 Milliarden Euro würde der Branche knapp 40.000 Arbeitsplätze sichern.
„Das ist eine Steigerung um acht Prozent gegenüber der letzten Umfrage 2008, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse . „Ein Umsatz in dieser Schadenhöhe würde der Branche knapp 40.000 Arbeitsplätze sichern."
Plagiate werden inzwischen vor allem von Komponenten - 58 Prozent - hergestellt, gefolgt von ganzen Maschinen mit 45 Prozent, und Ersatzteilen mit 36 Prozent. China ist weiterhin unangefochten „Plagiatweltmeister". Das Land wurde von 80 Prozent der betroffenen Unternehmen als Ursprungsland der Nachbauten genannt.
Zwei Drittel der Unternehmen gaben an, bereits in technische Schutzmaßnahmen zu investieren. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen lag bei knapp zwei Milliarden Euro 2009. Mehr als vierzig Prozent der Unternehmen planen weitere Investitionen in Produktschutzmaßnahmen.
Auf der Hannover Messe zeigen die Maschinenbauer den weltweit ersten Werkzeugmaschinen-Prototpyen, der bereits vorhandene Kommunikationsschnittstellen nutzt, um die Maschine als Gesamtsystem zu schützen.
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