Mo 2.06.2008Rekordbeschlagnahme 2008 im Hamburger Hafen
Eine Lieferung von rund 22.000 gefälschten Sporthosen einer italienischen Nobelmarke ging dem Zoll Mitte Mai im Hamburger Hafen ins Netz. Es handelt sich um den größten Einzelfund bei gefälschten Textilien seit 2007. Die Ware stammt aus China, wie rund 60 Prozent der in Deutschland sichergestellten Waren.
Die Lieferung war angeblich für ein österreichisches Unternehmen bestimmt. Der spektakuläre Fund bestätigt die Hinweise des neuen APM-Vorsitzenden Rüdiger Stihl: „Der Hamburger Hafen ist das wichtigste Einfallstor für Plagiate aus Asien und Osteuropa".
Die Hosenfälschungen, die als Original einen Wert von mehr als 2,0 Mio Euro hätten, ergäben hintereinander gelegt eine Strecke von mehr als 20 Kilometern. Nach den Erfahrungen des Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (APM) wird ein Großteil solcher Textilien über das Internet potenziellen Kunden angeboten.
Obwohl die Menge der geschmuggelten Fälschungen immer noch steil ansteigt, ist nach Angaben der europäischen Zollbehörden die Zahl der großen Aufgriffe zurückgegangen. Grund dafür ist die bessere Zusammenarbeit zwischen Behörden und Markenrechtsinhabern. Hierbei spielt auch der Umstand eine Rolle, dass die Fälscher dazulernen. Um empfindliche Verluste großer Warenmengen zu vermeiden, weichen Produktpiraten zunehmend auf den unauffälligeren Versand kleinerer Mengen aus.
Weitere Informationen: www.markenpiraterie-apm.de

