Do 9.06.2011Besserer Schutz vor gefälschten Medikamenten
Die EU-Mitgliedsländer haben einer Richtlinie zugestimmt, die den Schutz der Verbraucher vor unwirksamen und möglicherweise gefährlichen Arzneimitteln verbessern soll, berichtet die Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland, in den aktuellen EU-Nachrichten vom 9. Juni 2011.
Verbraucher in der EU sollen in Zukunft sicherer vor gefälschten Arzneimitteln sein. In einer nun endgültig beschlossenen EU-Richtlinie sind beispielsweise Barcodes auf allen Packungen vorgesehen, die den Apothekern anzeigen, woher das Medikament kommt und ob es sich um ein Originalpräparat handelt. Fälschungssichere Merkmale an den Verpackungen wie Hologramme sollen verhindern, dass diese geöffnet werden und der Inhalt manipuliert werden kann.
Die Mitgliedsländer müssen die für verschreibungspflichtige Medikamente geltenden Regeln innerhalb von anderthalb Jahren in nationales Recht umsetzen. Darüber hinaus soll der Verkauf gefälschter Medikamente im Internet erschwert werden. Dazu werden von der EU anerkannte Online-Apotheken ein Logo erhalten, damit Patienten diese leichter von unseriösen Anbietern unterscheiden können.
Nach Angaben der EU-Kommission beschlagnahmte der Zoll 2008 rund 32 Millionen geschmuggelte Arzneimittel. Besonders häufig wird demnach das Potenzmittel Viagra gefälscht sowie Präparate wie Antibiotika, Krebsmedikamente, Mittel gegen Bluthochdruck oder Psychopharmaka.
Pressemitteilung des Europarates >>

