Fr 16.01.2009IFPI veröffentlicht Digital Music Report 2009
Trotz anhaltend hoher Wachstumsraten des Digitalmarktes bleibt die meist illegale, kostenlose Musikbeschaffung größter Hemmschuh für eine schnelle Entwicklung des Downloadmarktes. Dies geht aus dem neuen Digital Music Report 2009 der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) hervor.
Größter Digitalmarkt der Welt sind die USA mit einem Anteil von 39 Prozent an den gesamten Musikverkäufen im 1. Halbjahr 2008. In Deutschland liegt der Umsatzanteil von Downloads trotz eines vergleichbaren Angebotes erst bei rund acht Prozent, rund zwei Prozent über 2007. Daher ist es wenig verwunderlich, dass in Deutschland der Gesamtumsatz mit Musik-Downloads 2008 im internationalen Vergleich überdurchschnittlich stark stieg - um mehr als 30 Prozent.
Nach Auswertungen unterschiedlich angelegter Langzeitstudien aus 16 verschiedenen Ländern schätzt die IFPI, dass weltweit mehr als 40 Mrd. Dateien illegal aus Tauschbörsen bezogen wurden. Damit kommen auf einen legal gekauften rund 20 illegale Songs.
Etwas besser sieht es in Deutschland aus. Aufgrund der intensiven juristischen Verfolgung in den letzen Jahren ist die Zahl illegaler Downloads von über 600 Millionen in 2004 auf rund 300 Millionen in 2007 zurückgegangen.
Der effizienteste Weg zur Bekämpfung der Internetpiraterie führt nach Ansicht der Musikindustrie über eine Kooperation mit den Internet-Service-Providern (ISPs). Befragungen in England und Frankreich haben ergeben, das 70 bis 90 Prozent der Befragten das illegale Herunterladen einstellen würden, wenn sie vom ISP mit einem Warnhinweis dazu aufgefordert würden.
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