Mi 23.09.2009Google Book Settlement zurückgenommen
Nach Einwänden der amerikanischen Regierung soll in den USA die umstrittene Vereinbarung zwischen Google und der US-Buchbranche überarbeitet werden. Amerikanische Autoren- und Verlegerverbände haben im Einverständnis mit Google das Gericht gebeten, die für Anfang Oktober vorgesehene wichtige Anhörung zu verschieben.
Die Parteien schlagen dem Gericht stattdessen eine „Status Conference" am 6. November vor, um einen neuen Terminplan festzulegen. Der Börsenverein fordert, dass die europäischen Verlegerverbände bei der Aufnahme der neuen Gespräche mit am Verhandlungstisch sitzen. „Der Rückzug der verhandelnden Parteien bestätigt unsere Argumentation und Vorgehensweise in diesem Verfahren", sagte Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Bundesjustizministerin Zypries hatte das Vorgehen ebenso wie die führenden Verbände kritisiert. Am 7. September veranstaltete die EU-Kommission eine Expertenanhörung. Im Anschluß hatten sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der europäische Dachverband CEPIC (Coordination of European Picture Agencies Press Stock Heritage), der Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs (SuMa e.V.) sowie die Initative ICOMP (Initiative for a Competitive Online-Marketplace) in einem offenen Brief an den EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Charly McCreevy gewandt. Sie formulierten zehn Fragen, bei denen die Verbände weiterhin dringend Klärungbedarf sehen: http://www.i-comp.org/~icomppsb/pdfs/Letter.pdf

