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Mi 17.12.2008
EU gelingt Schlag gegen Medikamenten-Schmuggler

Mit der ersten gemeinsamen Aktion namens MEDI-FAKE haben die europäischen Zollbehörden eine Rekordzahl von 34 Millionen gefälschter oder verbotener Tabletten beschlagnahmt. Laut der EU-Kommission ist dies die größte Zahl illegaler Medikamente, die jemals in Europa gefunden wurde.

Auf der Grundlage eines von der Kommission verbreiteten Risikoprofils haben die Zollbehörden der 27 Mitgliedstaaten zwei Monate lang in einer koordinierten Aktion illegale Medikamente abgefangen, die in die EU eingeführt werden sollten. Bei den sichergestellten Arzneimitteln handelte es sich um Antibiotika, Krebs- und Malariamedikamente, cholesterinsenkende Medikamente sowie Schmerzmittel, Viagra und Drogenausgangsstoffe. Diese erste EU-weite koordinierte Aktion brachte mit mehr als 34 Millionen sichergestellter Tabletten spektakuläre Ergebnisse.

Sie hat auch eine Reihe von Wegen aufgezeigt, wie der Kampf gegen den Schmuggel mit illegalen oder nachgeahmten Waren und Gefahrgütern verbessert werden kann, und den Weg frei gemacht für zukünftige ähnliche Aktionen.

Europaweit angewandtes gemeinschaftliches Risikoprofil
Die Kommission, die Zollsachverständigen der Mitgliedstaaten und Experten der Pharmaindustrie haben sich getroffen und gemeinsam Schlüssel-Risikoindikatoren und Hochrisiko-Medikamente bestimmt, die verstärkt kontrolliert werden sollten. Diese wurden zu einem gemeinsamen Risikoprofil für gezielte Kontrollen besonders risikoträchtiger Sendungen an allen Kontrollstellen der Außengrenzen zusammengestellt. Das Risikoprofil sowie aktualisierte Informationen und die Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen wurden durch das von der Kommission verwaltete gemeinschaftliche Risikomanagementsystem kommuniziert. Dieses ermöglicht einen systematischen Informationsaustausch in Echtzeit, der erforderlich ist, um gleichwertige und wirksame Grenzkontrollen sicherzustellen.

Die Aktion MEDI-FAKE hat auch gezeigt, in welchen Bereichen der Kampf gegen die Einfuhr illegaler, nachgeahmter oder gefährlicher Waren noch verbessert werden kann. Dabei spielt eine intensivere Zusammenarbeit mit der Industrie eine wesentliche Rolle. Der Erfolg dieser Maßnahme hat die Tür für zukünftige ähnliche Aktionen in anderen Bereichen geöffnet, die besonderes fachliches Wissen erfordern.

In vielen Mitgliedstaaten wurden spektakuläre Ergebnisse erzielt, allen voran in Belgien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Spanien. Die Bandbreite sowie die Menge der sichergestellten illegalen Medikamente übertrifft bei weitem alle vorherigen Ergebnisse.  


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