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TÜV Rheinland: Keine Toleranz bei Prüfzeichenmissbrauch

TÜV Rheinland verstärkt seine Aktivitäten im Kampf gegen Prüfzeichenmissbrauch und Markenschutzverletzungen. Dazu wurde 2010 ein entsprechender Beschlagnahmeantrag beim Deutschen Zoll gestellt. Mit Erfolg: Seither wurden unter anderem 1.000 Kettensägen, 1.854 Schleifmaschinen, 2.500 Inlineskates und 5.700 Bohrmaschinen mit nicht genehmigten Prüfzeichen des TÜV Rheinland beschlagnahmt und später im Beisein des Zoll entsorgt. Auch jetzt liegen wieder aktuelle Fälle zur Überprüfung vor.

Darüber hinaus machen Mitarbeiter der Markenüberwachung bei TÜV Rheinland Testkäufe im Handel. Das bedeutet, dass Produkte mit TÜV Rheinland-Prüfzeichen hinsichtlich ihrer Echtheit und Sicherheit nochmals überprüft werden. Diese Mitarbeiter werden dafür extra geschult und die Zahl der Kontrolleure sukzessive ausgebaut. 

Auch Fertigungsstättenbesichtigungen bei Herstellern auf der ganzen Welt sowie die enge Zusammenarbeit mit internationalen Polizeibehörden wie beispielsweise Europol dienen dem Kampf gegen Prüfzeichenmissbrauch durch TÜV Rheinland. Zudem haben Verbraucher oder Unternehmen jederzeit im Internet die Möglichkeit, unter www.tuv.com herauszufinden, ob ein Siegel und Prüfzeichen zu Recht auf dem Produkt klebt oder nicht.

Generell gilt: Wenn ein Produkt augenscheinlich minderwertig verarbeitet ist, beispielweise scharfe Ecken und Kanten hat oder sogar blanke Elektrodrähte zum Vorschein kommen, dann Finger weg. Hier ist ein möglicher Zeichenmissbrauch sehr wahrscheinlich. Auch wenn auf der Verpackung die Hinweise zum Importeur oder Hersteller fehlen und Aufschriften sowie Warnhinweise nicht in deutscher Sprache vorliegen, sollte man unverzüglich den zuständigen Ämtern wie der Gewerbeaufsicht einen Hinweis geben.

Einen weiteren Schwerpunkt legt der führende internationale Prüfdienstleister auf sein Brand Risk Management: Das System (www.tuv.com/brm) schützt Marken und Produkte wirkungsvoll gegen Plagiate, die inzwischen weltweit geschätzte 200 bis 300 Milliarden Euro Schaden jährlich anrichten.

Bild: TÜV Rheinland

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