
Länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Textil-Verbänden
Ein Großteil der in Deutschland vom Zoll sichergestellten Fälschungen stammt aus China und Hong Kong. Dies war für den Gesamtverband textil+mode (t+m) ein Grund im Jahr 2006 die direkte Zusammenarbeit mit seinem chinesischen Counterpart, dem China National Textile and Apparel Council (CNTAC), zu suchen. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit der Verbände kann so den Mitgliedern im jeweiligen Land gezielt geholfen werden.
Beide Verbände haben sich auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, mit dem sie gemeinsam gegen das Kopieren von Designs und Marken sowie die Verletzung von Patenten vorgehen wollen. Damit schafft die Vereinbarung die Voraussetzung, Rechtsverletzungen im Bereich des geistigen Eigentums systematisch zu erfassen und zu ahnden. Zu den Maßnahmen gehören:
- Überblick über die derzeitige Gesetzgebung und Rechtsprechung
- Ahndung von Verstößen bei Mitgliedsunternehmen
- Hilfe bei der Aufklärung von Verstößen
- Seminare für Unternehmen zum Thema
- Ausschluss von Fälschern bei Textil- und Modemessen
- Halbjähriger Erfahrungsaustausch zwischen den Verbänden
Neben praktischen Maßnahmen hilft das Abkommen insbesondere Unternehmen und Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren. Denn Untersuchungen zeigen: Erst wenn ein Bewusstsein hinsichtlich der Notwendigkeit von gewerblichem Rechtschutz geschaffen ist und Information bezüglich der Konsequenzen bei Verletzungen von Schutzrechten bekannt sind, ist ein Rückgang von Schutzrechtsverletzung zu erwarten.
Weitere Informationen: www.textil-mode.de
